Neue Wege in der Teeindustrie
Kazi Yetu wurde gegründet, um die Art und Weise zu ändern, wie Produkte zwischen Afrika und dem Rest der Welt hergestellt und gehandelt werden. Aus Afrika exportierte Waren werden größtenteils im Ausland verarbeitet und verpackt, wodurch der wirtschaftliche Gewinn im Ursprungsland minimiert wird. So auch bei Tee. Um dieses Problem anzugehen, gründeten Tahira und Hendrik 2018 Kazi Yetu mit dem Ziel, Produkte komplett im Ursprungsland Tansania herzustellen. Damit einhergehend werden langfristige Arbeitsplätze für Frauen geschaffen und Kleinbäuerinnen erhalten eine faire Entlohnung für ihre Erzeugnisse.
Hochwertiger Tee und Superfoods aus Afrika, 100% made in Afrika
Kazi Yetu ist der erste Anbieter seiner Art, der hochwertige, rückverfolgbare Teemischungen anbietet, die vollständig in Tansania hergestellt werden. Die Teeblätter werden in den Usambara-Bergen geerntet, einem warmen, bergigen Klima, das einzigartige Geschmacksrichtungen freisetzt. Die aromatischen Gewürze stammen aus Sansibar, der legendären „Gewürzinsel“.
Mit jedem Schluck für die Schaffung neuer Arbeitsplätze sorgen
2023 eröffnete das Unternehmen die ´Sakare Specialty Tea Factory´, die erste Teeverarbeitungsanlage Tansanias, die im Besitz einer Kleinbäuerinnen-Kooperative ist. Vor der Fabrikgründung verdienten die Frauen 0,15 $ pro kg mit dem Verkauf von unverarbeiteten Teeblättern. Heute verdienen sie 0,20 $ pro kg für unverarbeitete Teeblätter und erzielen mindestens 500% mehr Umsatz durch den Verkauf von verarbeitetem orthodoxem Tee an Kazi Yetu. Die Teeblätter und Gewürze werden in einem zweiten Schritt in der auch von Frauen geführten Fabrik in Dar es Salaam gemischt und verpackt. Dabei geht es um lokale Wertschöpfung, damit ein Großteil des Gewinns aus jeder Tasse Tee im Ursprungsland bleibt. Alle erwirtschafteten Gewinne werden mit den 1.500 Kooperativenmitgliedern geteilt.
Das Unternehmen produziert hochwertigen Grün- und Schwarztee in Vollblattqualität (FP–Flowery Pekoe), der sich perfekt für hochwertigen single origin Grün- und Schwarztee sowie für Grün- und Schwarzteemischungen eignet.
Sozialer Impact: Gewinnbeteiligung der Kleinbäuerinnen
Kooperativen haben normalerweise aufgrund fehlender finanzieller Mittel, fehlender technischer Kenntnisse und fehlender Marktzugänge Schwierigkeiten, sich an der Teeverarbeitung zu beteiligen. Kazi Yetu zeigt den Teebäuerinnen und dem Teesektor in Tansania, wie es anders geht, und bietet Inspiration für eine andere Zukunft.
Umweltauswirkungen
Die Teefelder und die Weiterverarbeitungsanlage liegen in den Usambara-Bergen – der Eastern-Arc-Region des tansanischen Festlands – auf einer Höhe von 1.000 m über dem Meeresspiegel. Das Gebiet beherbergt einen der letzten einheimischen Regenwälder Afrikas – einen reichen und einzigartigen Lebensraum in Bezug auf die Artenvielfalt, der geschützt und gepflegt werden muss. Daher stellt SSTC die ökologische Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten.
SSTC fördert und schult Kleinbäuerinnen in ökologischer und regenerativer Landwirtschaft, um den Einsatz schädlicher Chemikalien zu minimieren. Ziel ist es, den Teeanbausektor in dieser Region wiederzubeleben, da viele Kleinbäuerinnen nach alternativen Lebensgrundlagen suchen, was oft die Rodung des einheimischen Regenwalds für Landwirtschaft und Brennholz beinhaltet.
Auf Fabrikebene wird daran gearbeitet, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, indem im Teetrockner Biomassebriketts als umweltfreundliche Alternative zu Holz verwendet und Pläne für die zukünftige Installation von Solaranlagen entwickelt werden, um den Stromverbrauch zu senken. Diese Maßnahmen reduzieren die Auswirkungen auf die umliegende Umwelt, was von entscheidender Bedeutung ist, da die Region bereits überproportional unter den negativen Auswirkungen des Klimawandels und hohen Entwaldungsraten leidet.
Alles in allem zeigt die Sakare Specialty Tea Cooperative, wie fairer Handel noch einen Schritt weiter gehen kann. Kleinbäuerinnen produzieren nicht nur landwirtschaftliche Erzeugnisse, sondern übernehmen auch die Verarbeitung, was zu einer Umverteilung des wirtschaftlichen Gewinns führt!
Wir im Weltladen …
… sind immer interessiert an neuen Fairtrade-Produkten und -Handelswegen. Mit Kazi Yetu haben wir eine neue Marke im Sortiment, das sich ganz organisch wandelt und verändert. Neue Produkte werden aufgenommen, andere, weil sie zu teuer oder auch zu wenig nachgefragt werden, fallen wieder aus dem Sortiment raus.
Immer bemüht, unseren Kundinnen und Kunden Neues und gute Fairtrade-Qualität zu bieten, hat das Einkaufsteam enge Kontakte zu unterschiedlichsten Handelspartnern.
DAS BESONDERE GESCHENK
r Verein ´Tafel Dieburg e.V.´ gibt Lebensmittel, die ihm unentgeltlich überlassen werden, an Menschen weiter, die nachweislich nicht viel Geld zur Verfügung haben. Sie erhalten qualitativ einwandfreie Ware, die aus Überproduktion stammt oder kurz vor Ablauf der Mindesthaltbarkeit steht.
Aktuell kommt der Verein ohne Geldspenden nicht aus, obwohl die ca. 65 Helferinnen und Helfer (meist in Rente) dem Verein bei der täglichen Arbeit rein ehrenamtlich zur Seite stehen. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann Mitglied werden oder spenden ...
Anlässlich des Johannisfestes von Fr. 26. bis So. 28. Juni sind viele Geschäfte in Groß-Umstadt am Samstag länger und auch am Sonntag geöffnet - so auch der Weltladen, der am Samstag bis 20 Uhr und Sonntag von 12 bis 18 Uhr zum Besuch einlädt.
Seit über 25 Jahren steht mekhada für Fair-Trade-Schmuck und Accessoires aus handgearbeiteten Naturmaterialien und Recyclingstoffen. Gemeinsam mit mehreren globalen Partnern entwickelt mekhada traditionell handwerklich gefertigte Schmuck-Kollektionen und bringt diese in modernes Design. Charakteristisch ist die Verwendung natürlicher, überwiegend landestypischer Materialien unter Einhaltung umweltschonender Herstellungsmethoden.

Mangos für Kinderrechte: Die Kinderschutzorganisation Preda wurde 1974 von Menschenrechtspreisträger Pater Shay Cullen auf den Philippinen gegründet. Bis heute ist die Stiftung Anlaufstelle und Therapiezentrum für sexuell missbrauchte sowie ehemals inhaftierte Kinder. Mit dem Kauf der Fair Trade Mango-Produkte bewirken Sie 3x Gutes:
Am 9. Mai ist wieder Weltladentag. Er steht in diesem Jahr unter dem Motto: "Fair fruchtet!" und richtet den Blick auf globale Frucht-Lieferketten, auf ungleiche Machtverhältnisse im Handel und auf die Frage, wie Wertschöpfung gerechter verteilt werden kann.