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Bildung

Informations- und Bildungsarbeit

Neben dem Verkauf fair gehandelter Produkte gehört auch die Bildungsarbeit zu den wichtigen Aufgaben des Weltladens Groß-Umstadt. In der Konvention der Weltläden ist festgehalten, dass in einem  Weltladen ein Basis-Bildungsangebot zur Verfügung steht. Doch was bedeutet dies in der Praxis?

Ein Weltladen selbst ist ein Lernort und bietet für Erwachsene, Jugendliche und Kinder sehr konkrete Anknüpfungspunkte und Handlungsmöglichkeiten, um globale, gesellschaftliche und politische Themen erfahrbar zu machen.

Globales Lernen unterstützt dabei den Erwerb von Kompetenzen, die befähigen, sich in der Weltgesellschaft zu orientieren und verantwortlich zu leben.

Neben der Bildungsarbeit stellt die entwicklungspolitische Kampagnenarbeit eine weitere Säule der Weltladen-Bewegung dar, die vor allem Erwachsene ansprechen soll. So ist  der Weltladen Groß-Umstadt auch außerhalb des Ladens bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen mit einem Stand vertreten, um die Idee des Fairen Handels zu präsentieren.

Der Weltladen Groß-Umstadt arbeitet zur Zeit daran, eine Reihe von Angeboten bereit zu stellen:

Aktion

Ziel

Zielgruppe

Weltladen-Besuche mit spielerischen Erkundungen „FAIRFLIXT“

Ziel ist es, Interesse zu wecken und Bewusstsein für den Fairen Handel zu schaffen.

 

Zielgruppen sind Grundschüler/innen aber auch Schüler/innen der Sekundarstufe I sowie

kirchliche Jugendgruppen

 

Ausleihe von Materialien, Konzepten oder Medien zum Thema „Fairer Handel“

 

Ziel ist es, Lehrerinnen und Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung von Präsentationen und Referaten zu unterstützen.

 

Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen sowie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II..

Unterstützung bei der Planung von Unterrichtseinheiten und Projekten

Ziel ist die Unterstützung bei der Vorbereitung von Projekten und Projektwochen.

Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen.

Werkstätten zu verschiedenen Produkten des Fairen Handels, wie Kakao bzw. Schokolade, Bananen, Kaffee, Baumwolle und mehr

 

Ziel ist es, die Fertigungsmethoden und die Lebensumstände der Landbevölkerung zu vermitteln.

Kleingruppen aus der Erwachsenen- Jugend- und Kinderbildung.

Vermittlung von Referenten zu abgesprochenen Themen des Fairen Handels

Ziel ist es, für Veranstaltungen zum Fairen Handel, sachkompetente Referenten zu vermitteln.

Erwachsenenbildung z.B. im kirchlichen Bereich

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Weltladen Groß-Umstadt 06078/5039767 oder Otmar Bäcker 017684251772

 

„Wenn Ihr uns gerechte Preise zahlt, könnt Ihr Eure Almosen behalten!“
(Dom Helder Camara, brasilianischer Bischof)

Was ist Fairer Handel?

"Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte ProduzentInnen und ArbeiterInnen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.

Fair-Handels-Organisationen engagieren sich - gemeinsam mit VerbraucherInnen - für die Unterstützung der ProduzentInnen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels.“ (Definition der internationalen Dachorganisationen FLO, EFTA,WFTO, NEWS).

Die Visionen des Fairen Handels:

Kein Regenwald für Tierfutter

Weltladen Groß-Umstadt unterstützt die Aktion von www.aktion-agrar.de

Text: BUND Otzberg, veröffentlicht im Odenwälder Boten und Otzberg Boten, Jan 2018,

Unterschriftenlisten liegen im Weltladen in Groß-Umstadt aus.

Was hat unser Fleischkonsum mit dem Regenwald zu tun?
In Deutschland werden pro Jahr ca. 800 Millionen Tiere geschlachtet. Alleine zur PHW/Wiesenhof-Gruppe  gehören circa 700 Aufzuchtbetriebe, 8 Schlachtereien und 5 Brütereien in ganz Deutschland. Pro Woche schlachtet die PHW-Gruppe rund 4,5 Millionen Hühner. Zusätzlich ist sie einer der führenden Anbieterinnen von Tierfutter und Impfstoffen für Tiere. Die Hühner werden in Megaställen  unter Missachtung von Tierwohl und Tierschutz gehalten mit dem Ergebnis, dass 1 Kilogramm Wiesenhof-Hähnchen im Supermarkt zu Euro 2,99 verkauft wird. Ein Discounter bietet unter  "Meine Metzgerei" Hähnchenschenkel sogar zum Kilopreis von Euro 1,81 und noch tiefer zu  Euro1,38 an. Übrigens, die Flügel, Hälse u.a. was wir hier nicht so mögen, wird vorwiegend in westafrikanische Länder exportiert, subventioniert von der EU, mit dem Ergebnis dass die dortigen Geflügelzüchter nicht mehr konkurrenzfähig sind und aufgeben müssen. Die Alternative ist, abwandern in die Mega-Städte oder versuchen nach Europa zu kommen.
Lt. Statistik verzehrt jede/r Deutsche zwischen 60 und 90 kg  (es gibt unterschiedliche Zahlen)Fleischwaren pro Jahr, aber ein beträchtlicher Teil davon wird exportiert. Es verließen lt. Statistischem Bundesamt rund 8,2 Millionen Tonnen Fleisch die gewerblichen Schlachthäuser, was gut 100.000 Tonnen oder 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr waren. Den größten Anteil hatte die Produktionssteigerung von Hühnerfleisch. Sie betrug auf das Gewicht bezogen 6,7 Prozent (971.000 Tonnen, im Vergleich zu 910.000 Tonnen im Vorjahr).