Aktuelles

eigene Pressemitteilung, 10.11.2023

„Es weihnachtet FAIR“ … so lautet das Motto für die Weihnachts- und Adventszeit schon seit Bestehen des Ladens. Und das soll erst recht in diesem Jahr gelten - denn die Zeiten sind eher unfair, ungerecht und unfriedlich.

So gibt es im Weltladen Groß-Umstadt - immer wieder neu ausgewählt - in der Vorweihnachtszeit außergewöhnliche Deko-Artikel, eine wunderschöne Krippe, Kunstgewerbe, Schmuck und Textiles, leckere Naschereien, Schoko-Nikoläuse, und vieles mehr aus Werkstätten, in denen die Menschen und die Umwelt fair behandelt werden.

Um diese Idee auch jenseits das üblichen Ladengeschäfts und durch besondere Aktivitäten sichtbar und erlebbar zu machen, war das ehrenamlich aktive Team am Fr. 17.11. dabei, als es hieß: „Umstadt - ein Gedicht“ - veranstaltet vom Gewerbeverein Groß-Umstadt. Der Weltladen hatte bis 21 Uhr geöffnet und ab ab 18:30 Uhr wurden im Halbstundentakt afrikanische Märchen vorgelesen. Zusätzlich konnte man im Sortiment stöbern, seine Wunschgeschenke bestellen und leckeren Tee verkosten.

Besuch der Groß-Umstädter Weinhoheiten und der "Nachwächterin" am 17.11. 

 Darmstädter Echo, 21.08.2023

 

eigene Pressemitteilung, 26.07.2023

Der Weltladen in Groß-Umstadt lädt jedes Halbjahr zu einer besonderen Spendenaktion ein, damit hilfsbedürftige Menschen fernab der aktuellen Nachrichtenwelt nicht vergessen werden. So sind von Januar bis Ende Juni 100 Euro in der Sammelbox auf der Ladentheke zusammengekommen, die am 24.7.2023 an den Verein Zahnärzte helfen e.V. überreicht werden konnten. Der 1. Vorsitzende, Dr. Norbert Reiß, übernahm den symbolischen Scheck mir großer Dankbarkeit, und versicherte, dass der Betrag zu 100% den Kindern in Peru zugute komme.

Seit 2009 unterstützt der Verein Schulen und die medizinische Versorgung der Landbevölkerung in den Hochanden in der Nähe von Cusco (ca. 60 km entfernt), der alten Hauptstadt der Inkas. Dazu gehören ein deutsch- peruanisches Kinderhilfsprojekt „Herzen für eine Neue Welt mit Corazones para Peru“, mehrere Grundschulen und eine weiterführende Schule „Colegio Valle Sagrado“ in Urubamba, die beiden Gemeinden Chaullaccocha und Chupani, sowie die Kooperation mit dem regionalen Gesundheitsministerium und anderen Hilfsorganisationen. Mehr: www.za-helfen.de.

„Wir wissen“, kommentierte die 1. Vorsitzende Petra Jaegermann (li.), „dass bei allem Wohlstand um uns herum selbst im eigenen Land viel Hilfe vonnöten ist. Wir möchten als Weltladen aber insbesondere die Menschen im Blick behalten, die noch weniger Chancen haben und vom elementaren Lebensglück sehr weit weg sind.“ Marianne Engel (re.), im Vorstand für die Finanzen verantwortlich, ergänzte: „Wir laden unsere Kundschaft auch weiterhin ein, etwa das Wechselgeld oder einfach so einen angemessenen Betrag in die Sammelbox an der Ladenkasse zu stecken. Wir suchen jeweils Organisationen aus, die das Geld auch 1:1 an die Menschen weitergeben und achten darauf, dass unsere Hilfe Bedürftige auf allen Kontinenten erreicht. Bis Ende des Jahres kommt das Geld der Kinderhilfe Senegal e.V. https://kinderhilfe-senegal.net zugute.“

So haben die Weltladenkunden bisher geholfen:
•    150 Euro „Engel für Afrika“ (2019)
•    125 Euro „Heartkids Indien“ (1. HJ 2020)
•    120 Euro „Coronahilfe Kapstadt District“ (2. HJ 2020)
•    150 Euro „Kinderhilfe Chalil, Indien“ (1. HJ 2021)
•    260 Euro „Kinderhilfe Afghanistan“ (2022)
•    100 Euro „Zahnärzte helfen e.V., Peru“ (1. HJ 2023)

Das gesamte Weltladenteam freut sich auch weiterhin auf Ihre Unterstützung.

Darmstädter Echo, 02.06.2023

eigene Pressemitteilung, 10.05.2023

Zum Weltladentag am 13. Mai fordern hunderte Weltläden bundesweit, dass globale Lieferketten durch ein starkes EU-Lieferkettengesetz gerechter werden. Unter dem Motto „Mächtig FAIR“ zeigen sie auf, welche positiven Auswirkungen ein EU-Lieferkettengesetz auf den Schutz von Menschen und Umwelt entlang der Lieferketten hat, wenn es wirksam ausgestaltet wird. Auch der Weltladen Groß-Umstadt beteiligt sich mit einer Aktion an der bundesweiten Kampagne des Weltladen-Dachverbandes.

Vorbereitet wird eine passende Schaufensterdekoration mit Textilien, wie sie fair aber auch konventionell hergestellt werden und was den Unterschied ausmacht. Ertstmals gibt es auch sommerliche T-Shirts - natürlich! aus fairer Herstellung, für nur 29,90 €! Vor dem Laden in der Schlossgasse wird es einen ´Tatort´ sowie einen guten 50-Jahre-Weltladen-Kaffee und auch für Kinder einige Kostproben geben. Auf dem Kirchenpodest zeigt der Weltladen, während der Kleidertauschbörse der ev. Kirchengemeinde am Beispiel von echten Einkaufswagen, wie der Warenkorb mit und ohne Lieferkettengesetz aussieht und worauf man als Kunde achten sollte … Denn:

„Wir brauchen endlich wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen, die verhindern, dass sich manche Unternehmen gerade in Krisenzeiten auf Kosten anderer oder der Umwelt bereichern. Es wird Zeit, dass Unternehmen endlich die Verantwortung für die Sorgfalt in ihren Lieferketten übernehmen. Das EU-Parlament muss am 30. Mai die Chance nutzen, sich für ein wirksames EU-Lieferkettengesetz einzusetzen, so dass Lieferketten endlich fair werden“, fordert Stephanie Seeger, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz.

Das Weltladenteam freut sich im Rahmen des Aktionstages am 13. Mai auf den Austausch mit den Bürgern rund um den Weltladen in der Schlosspassage/Markt 4.

 

Aktionen zum Weltladentag

 

Darmstädter Echo, 12.10.2022

"Umstädter" (OGV), Ausgabe 01/2022

Odenwälder Bote, 15.05.2022

 

eigene Pressemitteilung, 06.05.2022

Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“ steht in diesem Jahr der bundesweite Weltladentag, zu dem auch der Weltladen Groß-Umstadt gerechte Preise und die ehrliche Verteilung der Gewinne entlang globaler Lieferketten fordert.

Anhand zahlreicher Alltagsgegenstände und Produkte machen die Weltläden in ganz Deutschland darauf aufmerksam, dass viele Produzentinnen und Produzenten weltweit kein existenzsicherndes Einkommen aus dem Handel mit ihren Produkten erzielen. „Oft decken die Herstellerpreise für Kaffee, Kakao, Bananen oder Milch nicht einmal die Produktionskosten,“ erläutert Petra Jaegermann vom Vorstand des Weltladens Groß-Umstadt, „und durch die aktuell steigenden Ladenpreise merken wir auf dramatische Weise, wie wichtig existenzsichernde Einkommen und Löhne sind, sowohl in Deutschland als auch weltweit.“

Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Weltladen-Dachverband und Forum Fairer Handel ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. Dies führt dazu, dass große Unternehmen gegenüber Lieferanten und Produzierenden niedrige Preise und unfaire Vertragskonditionen durchsetzen können. In der Regel profitieren die großen Unternehmen von den Gewinnen, während die Produzenten um ihre Existenz kämpfen.

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich für eine rasche Nachbesserung des im Mai 2021 beschlossenen „Gesetzes zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich“ ein, welches die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken verbietet. „Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich ein Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten in Deutschland einführen und sich für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einsetzen“, fordert Anna Hirt, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz.

Der Weltladentag ist der politische Aktionstag der Weltläden. Er findet zeitgleich mit dem Internationalen Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day) statt.

 

Aktionen zum Weltladentag

Das Team der Genossenschaft hatte am 14. Mai in der Schlossgasse ein großes Banner als „Kundenstopper“ platziert und anhand zahlreicher Alltagsgegenstände und Produkte auf den Stehtischen darauf aufmerksam gemacht, dass viele Produzentinnen und Produzenten weltweit kein existenzsicherndes Einkommen aus dem Handel mit ihren Produkten erzielen.

So hieß es in einem Fall, dass die großen Handelskonzerne und Lebensmittelketten ihre Dumping-Preise „durchboxen“ und somit den Herstellern jedes, auch nur irgendwie akzeptables Grundeinkommen, unmöglich machen.

„Zermürbt bis auf Letzte“ war auf dem Nachbartisch symbolisiert durch eine Kaffeemühle - denn die Kaffee-Kleinbauern in den Herstellerländern müssen ihre verderbliche Ware loswerden, und das nutzen viele Zwischenhändler aus, um maximal an der Preisschraube zu drehen …

Eine Spielzeugeisenbahn mit einem Waggon voller Kaffeebohnen war zum Thema „Kaffeefahrt“ aufgebaut. Der Handel mit Kaffee unterliegt enormen Preisschwankungen an der Börse. Ist das Produkt erst mal in den globalen Lieferketten unterwegs, bestimmen die Händler und Veredler, die das Rohprodukt weiterverarbeiten und vermarkten, den Preis, für die Produzenten ist der Zug dann längst abgefahren und deren Einkommen kaum geeignet, eine Familie zu ernähren, geschweige denn die Kinder zur Schule zu schicken oder den Arzt zu bezahlen.

Nachhaltigkeit, so das Weltladenteam, sei immer auch eine Frage der eigenen, individuellen Entscheidung, und wer Lebensmittel, Kleidung, Kunstgewerbe und vieles mehr „regional-bio-fair“ einkaufe - und nicht nur darüber rede - sei konstruktiver Teil einer gerechteren Welt und trage zum Klimaschutz bei. Diese und weitere Themen sind fester Bestandteil der Weltladen-Philosophie und des Fairtrade-Gedankens.

Odenwälder Bote, 12.11.2021