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Fit für den Weltladen!

Produktschulung fürs Verkaufsteam

Bede Godwyll von der GEPA referierte am 12. April über das breitgefächerte Sortiment von Fair Trade Kaffee, Tee, Schokolade und Honig. Im Fokus standen dabei insbesondere der Anbau der Rohstoffe, ihre Verarbeitung sowie wichtige Qualitätskriterien.

“Heute werden Sie zu Experten in Sachen Kaffee, Tee, Schokolade und Honig”, versprach Bede Godwyll zu Beginn seines Vortrags den Seminarteilnehmern. Etwa vierzig Interessierte, die zukünftig im Verkaufsteam mitarbeiten wollen, hatten sich im Clubraum der Stadthalle versammelt, um ihr Wissen über fair gehandelte Produkte zu vertiefen. Als langjähriger Mitarbeiter der GEPA berichtete Godwyll kurzweilig und informativ über o. g. Produkte und das Non-Profitunternehmen GEPA, das 1975 gegründet wurde. „Wir sind Pionier auf dem Gebiet des fairen Handels und das größte Fair-Handelsunternehmen in Europa“, teilte der Experte mit. Eine Besonderheit sei es, dass die GEPA die gesamte Wertschöpfungskette ihrer Produkte abdeckt. Im Klartext heißt dies: nicht nur der Handel und die Verarbeitung von Kaffee, Tee oder Kakao unterliegt fairen Standards, sondern auch der Anbau dieser Pflanzen. Wie in den Anfängen des Fairen Handels werden die Rohstoffe auch heute üblicherweise von Kleinbauern des globalen Südens erzeugt und nicht auf großen Plantagen. Die Zusammenarbeit mit den Kleinbauern, die sich meist zu sogenannten Kooperativen zusammengeschlossen haben, basiert auf langfristigen Handelsbeziehungen und fairen Preisen.

Große Produktvielfalt bei Kaffee und Schokolade sowie Tee und Honig

Kaffee und Schokolade machen bei der GEPA den größten Anteil des Sortiments aus. So ist es nicht verwunderlich, dass ihnen bei der Schulung ebenfalls viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Insbesondere beim Kaffee gibt es eine große Produktvielfalt. Die GEPA bietet ihn in mehreren „Linien“ an. Die „blaue Linie“ sind zum Beispiel sogenannte Länderkaffees, bei denen die Bohnen aus nur einem Herkunftsland stammen (z. B. Mexico, Peru oder Kolumbien). Bei der „roten Linie“ handelt es sich um Mischungen von Kaffees aus verschiedenen Ländern und zum Teil auch aus Kompositionen von Arabica- und Robusta-Bohnen. Der Kunde erkennt die jeweiligen „Linien“ an der blauen und roten Verpackung. Weitere „Linien“ sind Bio-Kaffees, Raritäten und Spezialitäten, die ebenfalls an der Farbe der Verpackung zu erkennen sind. Auch bei der Schokolade besticht die Vielfalt an Sorten. Zur Freude der Teilnehmer gab es kleine Verkostungen – von der gerösteten Kakaobohne bis hin zur fertigen Schokolade.

Schwarzer Tee, Grüner Tee und Weißer Tee – alle stammen von der gleichen Pflanze, aber durch die Art der Verarbeitung und bedingt durch die verschiedenen Tee-Anbaugebiete gibt es auch hier eine beachtliche Vielfalt. Ein wichtiges Produktsegment sind die GEPA-Imkerhonige, die für viele Menschen im globalen Süden eine wichtige Zusatzeinnahmequelle ohne größeren Landbesitz  darstellen. Es gibt beispielsweise „Sortenhonige“, bei denen der Nektar überwiegend aus den Blüten einer bestimmten Pflanzenart (Orangenblüten, Eukalyptus) stammt oder „Länderhonige“ aus bestimmten Ländern (Mexiko, Chile).

Wer neugierig geworden ist, überzeugt sich am besten direkt vor Ort im Weltladen von der Vielfalt dieser und anderer Fair-Trade-Produkte!