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Aktuelles

Nüsse und Kerne im Pfandglas

Neu im Sortiment des Weltladens Groß-Umstadt gibt es rechtzeitig zu den erweiterten Öffnungszeiten während des Bauernmarktes Nüsse und Kerne im Pfandglas.

Wer es ernst meint mit der Müllvermeidung, und wer außerdem gesunde Lebensmittel und faire Preise für die Hersteller wünscht, ist auch bei den Bio-Nüssen und Bio-Kernen von fairfood Freiburg gut aufgehoben. Dieses Start-up vertreibt über www.el-puente.de ganz aktuell unterschiedliche Nussmischungen, Cashews, Erdnüsse und weitere gesunde „Zero-Waste-Snacks“ in unterschiedlichen Geschmackrichtungen, mal naturbelassen oder geröstet, mal mild, mal feurig … allesamt äußerst schonend von Hand geröstet.

Statt in einer Plastiktüte stecken die kleinen Energie-Lieferanten in einem Mehrwegglas, das viele Kundinnen und Kunden bereits aus dem Regal mit Molkereiprodukten kennen. Das Pfandglas passt also ins bestehende System und kann im Weltladen direkt, aber auch in den meisten Supermärkten, Bio- und Unverpackt-Läden zurückgegeben werden.

Der Weltladen in der Schlosspassage ist am Bauernmarkt-Wochenende am Sa., 10.9., von 9 - 18 Uhr und am So., 11.9., von 12 - 17 Uhr geöffnet. Herbstliche Deko lädt zum Besuch ein, im Laden wird zusätzlich ein „Umstadt“-Tisch und davor ein „Muster“-Tisch aufgebaut sein - es gibt viele faire Gründe, hinzuschauen und sich inspirieren zu lassen.

 

KORK trifft CANVAS

Neu im Sortiment des Groß-Umstädter Weltladens sind praktische Taschen, Federmäppchen, Geldbeutel und weitere Accessoires im angesagten Materialmix aus Kork und robustem Canvas aus Bio-Baumwolle.

Kork ist nicht nur ein nachwachsender, umweltfreundlicher und biologisch abbaubarer Rohstoff, sondern auch eine wunderbare Lederalternative, da 100% vegan. Er ist zudem abwaschbar und wasserabweisend. Hergestellt und verarbeitet wird dieses vielseitige Produkt in Indien. Die Korkrinde kommt aus Portugal, wo ein ausgesuchter Kleinbetrieb den Mitarbeitern und Korkbauern faire Preise bezahlt. Durch die nachhaltige Bewirtschaftung der Korkwälder wird zudem ein wertvoller Lebensraum für bedrohte Tierarten geschaffen.

Canvas wird ein aus starkem Garn dicht und fest gewebter Stoff genannt, der für sehr viele textile Anwendungen verwendet wird. Die Bezeichnung stammt aus dem Englischen und bezieht sich ursprünglich auf (lat. Cannapaceus ´Cannabis´) „aus Hanf“ hergestelltes Segeltuch. Seit dem 19. Jahrhundert wird auch Baumwolle für vergleichbare Produkte genutzt. Auf solche Bio-Baumwolle aufgebracht, kann Korkrinde wie Stoff verarbeitet werden. Mehr: www.weltpartner.de.

 

Schmuck - endlos schön

Die Kollektion ´Svelte´ von sakiba ist ein modulares Schmucksystem, das die Trägerin zur Gestalterin werden lässt. Jedes Armband und jedes Collier ist mit einer Supermagnetschließe versehen und kann so mit jedem beliebigen anderen Tool verlinkt werden. Geflochten, gedreht, geknotet und farblich komponiert entstehen individuelle Kombinationsmöglichkeiten. Eine große Auswahl gibt es ab sofort im Weltladen Groß-Umstadt.

sakiba setzt sich für Würde und Selbständigkeit der Frauen in Togo ein. 2009 begann dort die Schulung in der anspruchsvollen Technik des Perlhäkelns. Bei fairer Entlohnung und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen haben die für sakiba tätigen Frauen eine nachhaltige Beschäftigung. Sie können so nicht nur für ihre Familie sorgen und ihren Kindern eine Schulbildung ermöglichen, sie tragen auch zur wirtschaftlichen Stärkung ihres sozialen Umfelds bei - eine tragfähige Basis für eine Zukunft im eigenen Land.

Perlhäkeln ist eine Jahrhunderte alte Technik, bei der jede 2 mm kleine böhmische Glasperle einzeln auf feines Garn gefädelt wird. In einem zweiten Arbeitsschritt werden die Perlen einzeln verknüpft und es entsteht ein regelmäßiges und extrem stabiles Perlengewebe, das sich durch seine Haptik und seine leuchtenden Farben auszeichnet. In einem Collier werden etwa 2800 Perlen verarbeitet. Bei der Produktion entsteht kein Abfall, jede einzelne Perle kann wiederverwendet werden und überdauert Jahrtausende. Mehr: www.sakiba.com.

 

Aktionen zum Weltladentag

Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“ stand in diesem Jahr der bundesweite Weltladentag, zu dem auch der Weltladen Groß-Umstadt gerechte Preise und die ehrliche Verteilung der Gewinne entlang globaler Lieferketten forderte.

So hatte das Team der Genossenschaft am 14. Mai in der Schlossgasse ein großes Banner als „Kundenstopper“ platziert und anhand zahlreicher Alltagsgegenstände und Produkte auf den Stehtischen darauf aufmerksam gemacht, dass viele Produzentinnen und Produzenten weltweit kein existenzsicherndes Einkommen aus dem Handel mit ihren Produkten erzielen.

So hieß es in einem Fall, dass die großen Handelskonzerne und Lebensmittelketten ihre Dumping-Preise „durchboxen“ und somit den Herstellern jedes, auch nur irgendwie akzeptables Grundeinkommen, unmöglich machen.

„Zermürbt bis auf Letzte“ war auf dem Nachbartisch symbolisiert durch eine Kaffeemühle - denn die Kaffee-Kleinbauern in den Herstellerländern müssen ihre verderbliche Ware loswerden, und das nutzen viele Zwischenhändler aus, um maximal an der Preisschraube zu drehen …

Eine Spielzeugeisenbahn mit einem Waggon voller Kaffeebohnen war zum Thema „Kaffeefahrt“ aufgebaut. Der Handel mit Kaffee unterliegt enormen Preisschwankungen an der Börse. Ist das Produkt erst mal in den globalen Lieferketten unterwegs, bestimmen die Händler und Veredler, die das Rohprodukt weiterverarbeiten und vermarkten, den Preis, für die Produzenten ist der Zug dann längst abgefahren und deren Einkommen kaum geeignet, eine Familie zu ernähren, geschweige denn die Kinder zur Schule zu schicken oder den Arzt zu bezahlen.

Nachhaltigkeit, so das Weltladenteam, sei immer auch eine Frage der eigenen, individuellen Entscheidung, und wer Lebensmittel, Kleidung, Kunstgewerbe und vieles mehr „regional-bio-fair“ einkaufe - und nicht nur darüber rede - sei konstruktiver Teil einer gerechteren Welt und trage zum Klimaschutz bei. Diese und weitere Themen sind fester Bestandteil der Weltladen-Philosophie und des Fairtrade-Gedankens.

 

Am 14. Mai ist Weltladentag

Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair“ steht in diesem Jahr der bundesweite Weltladentag, zu dem auch der Weltladen Groß-Umstadt gerechte Preise und die ehrliche Verteilung der Gewinne entlang globaler Lieferketten fordert.

Anhand zahlreicher Alltagsgegenstände und Produkte machen die Weltläden in ganz Deutschland darauf aufmerksam, dass viele Produzentinnen und Produzenten weltweit kein existenzsicherndes Einkommen aus dem Handel mit ihren Produkten erzielen. „Oft decken die Herstellerpreise für Kaffee, Kakao, Bananen oder Milch nicht einmal die Produktionskosten,“ erläutert Petra Jaegermann vom Vorstand des Weltladens Groß-Umstadt, „und durch die aktuell steigenden Ladenpreise merken wir auf dramatische Weise, wie wichtig existenzsichernde Einkommen und Löhne sind, sowohl in Deutschland als auch weltweit.“

Entlang globaler Lieferketten herrscht laut Weltladen-Dachverband und Forum Fairer Handel ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht. Dies führt dazu, dass große Unternehmen gegenüber Lieferanten und Produzierenden niedrige Preise und unfaire Vertragskonditionen durchsetzen können. In der Regel profitieren die großen Unternehmen von den Gewinnen, während die Produzenten um ihre Existenz kämpfen.

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich für eine rasche Nachbesserung des im Mai 2021 beschlossenen „Gesetzes zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich“ ein, welches die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken verbietet. „Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich ein Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten in Deutschland einführen und sich für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einsetzen“, fordert Anna Hirt, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz.

Der Weltladentag ist der politische Aktionstag der Weltläden. Er findet zeitgleich mit dem Internationalen Tag des Fairen Handels (World Fair Trade Day) statt. Mehr: https://weltladen-gross-umstadt.de.