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Kunsthandwerk / Geschenkartikel

Klangschalen im Umstädter Weltladen

Ab sofort gibt es die handgetriebenen Schalen nun auch im Umstädter Weltladen in der Marktpassage. Kleine Handwerksbetriebe stellen die Klangschalen in Nepal in reiner Handarbeit her. Dafür verwenden sie Gemische aus Metallen, sogenannten Legierungen. Die Schalen sind „handgetrieben“ und bestehen zum großen Teil aus Kupfer und Zinn (Kupfer und Zinn = Bronze). Diesem Bronzeanteil sind weitere Metalle beigemischt. Nur die eine Rezeptur gibt es nicht, sondern Klangschalen werden seit jeher von jedem Erzeuger nach eigenen Gemischen hergestellt. Als Metalle werden oft diejenigen verwendet, welche vor Ort zu finden sind, und das sind nicht überall die gleichen. Methoden und Rezepturen wurden im Laufe der Zeit individuell weiterentwickelt, bestimmte Metalle hinzugefügt oder weggelassen, Mischungsverhältnisse verändert… Fragt man die Hersteller nach dem genauen Rezept einer Klangschale schweigen und lächeln sie, denn jeder Betrieb hat sein eigenes Rezept, das oft vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Doch unsere Kunden können sicher sein, dass sie echte Qualitätsprodukte bekommen und die Produzenten fair entlohnt wurden.

 

Uhren von Globo

Metall-Recyling und Ausbildung für Jugendliche

Seit 2007 besteht der Kontakt zwischen der Werkstatt OXIDOS (die Rostigen) in Bogotá, Kolumbien, und GLOBO. Anfangs ist vereinbart worden, dass Jugendliche, ehemalige Straßenkinder, beim Sammeln von Alteisen unterstützt werden, indem ihnen eine bestimmte Mengenabnahme garantiert wird. Das Alteisen wird dann bei der Produktion der Dekorationsartikel integriert. Die Zusammenarbeit ist zu einer Erfolgsgeschichte geworden: eine große Nachfrage hierzulande hat dafür gesorgt, dass noch mehr Jugendliche eine Ausbildung und danach eine feste Anstellung bekommen konnten. Anfang 2013 waren schon 30 MitarbeiterInnen bei OXIDOS angestellt, darunter ein Drittel junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 21 Jahren, die in dieser Werkstatt ihre Ausbildung als FacharbeiterIn durchlaufen.
Die soziale Ausrichtung dieser Werkstatt ist vorbildlich. Alle Angestellten erhalten neben dem Lohn und der Versicherung für ärztliche Versorgung und Rente auch eine Beteiligung am Gesamtgewinn eines Jahres. Kriterien für die Höhe der Zuteilung sind die Dauer der Zugehörigkeit zum Betrieb, die Arbeitsqualität und die familiäre Situation. Schwangere Frauen haben zusätzlich die Möglichkeit einfache Arbeitsgänge in Heimarbeit zu erledigen. Auf diese Weise bleiben sie dem Betrieb verbunden und weiterhin unter dem Schutz der sozialen Absicherung. Diese Art Arbeitsverhältnis nennt sich »Satellit«. Diese Uhrenwerkstatt ist unserem Eindruck nach ein wirklich gutes Projekt: klein genug, um überschaubar zu sein, groß genug, um auf erhöhte Nachfrage zu reagieren; es werden angemessene Löhne und Prämien gezahlt, die Lohnbuchhaltung ist korrekt, die Arbeitsplätze sind sauber, die MitarbeiterInnen motiviert. Und nicht zuletzt entwickelt OXIDOS, teilweise in Zusammenarbeit mit GLOBO, immer wieder neue, interessante Produkte in einzigartigem Design.

www.globo-fairtrade.de

 

Filzkissen, Filzhänger (dekorative Ketten für Türen), Topfuntersetzer und Teppiche - geliefert von Firma Frida Feeling, die die Waren von der Firma HATALE bezieht

Hatale hat seinen Schwerpunkt auf der Förderung und Bewahrung des traditionellen Kunsthandwerks.
In der Filzwerkstatt werden die von den internationalen Kunden gewünschten Produkte hergestellt: die Bandbreite reicht von Girlanden über Kissen und Schmuck bis hin zu Teppichen.
Gerade bei letzterem ist Hatale Spezialist: So werden nicht nur einfache nass gefilzte Teppiche mit den verschiedensten Ornamenten hergestellt, auch Kugelteppiche und besondere handgewebte Filzteppiche werden von den Frauen in aufwendiger Handarbeit produziert. Die Herstellung eines Teppichs dauert manchmal mehr als eine Woche.
Alle Produkte werden in der eigenen Produktionsstätte hergestellt. Es wird zu 100% Schafswolle verarbeitet, die entweder belassen oder mit AZO-freien Farben gefärbt wird.

Die Auswirkungen des fairen Handels

  • Das Ziel der Organisation ist in erster Linie den (meist alleinerziehenden) Frauen ohne Schulabschluss und Berufsausbildung zu Entwicklungs- und Verdienstmöglichkeiten zu verhelfen. Heute arbeiten über 240 Frauen bei Hatale (Tendenz steigend)

Fingerpüppchen aus Peru von El Puente

Ecco Exe

In Peru ist das unkontrollierbare Wachstum der Städte ein großes Problem. Es gibt nicht genug Arbeitsplätze für die vielen Menschen, die die ländlichen Gegenden in der Hoffnung auf ein besseres Leben verlassen. Der Ausbau der nötigen Infrastruktur geht nur schleppend voran und die unsicheren Lebensbedingungen und mangelnden Perspektiven für die Jüngeren führen vielerorts zu Gewalt- und Kriminalitätsproblemen. Allein in den barriadas, den Vorstadtsiedlungen von Lima, leben mehr als zwei Millionen Menschen unter extremen Bedingungen.
Ecco Exe ist eine Organisation, die in den Vororten Limas die Aktivitäten von Nachbarschaftsorganisationen unterstützt. Diese Zusammenschlüsse entstanden aus der Bevölkerung heraus, um die Lebensbedingungen in den barriadas zu verändern. Gemeinsam mit den Nachbarschaftsorganisationen entwickelt Ecco Exe hier Konzepte zur Verbesserung der Sozialstruktur. 1987 begann Ecco Exe, interessierte Frauen im textilen Handwerk auszubilden und sie bei der Gründung kleiner Produktionsgruppen zu unterstützen. In San Juan de Miraflores, vor den Toren Limas, wurde eine erste, kleine Werkstatt zur Herstellung von Strickwaren eröffnet. Den Frauen gelang es damit, ein eigenes Einkommen zu erzielen, das sie und ihre Familien dringend benötigten. Heute werden in mehreren Werkstätten verschiedene Strickwaren hergestellt.
Zu einem besonders beliebten Artikel für den Verkauf im Fairen Handel haben sich dabei kleine, bunte Fingerpuppen entwickelt.
Neben der gemeinschaftlichen Arbeit sind die Werkstätten, mit denen Ecco Exe arbeitet, für die Frauen ein wichtiger Ort für Weiterbildung und Austausch. Abends finden hier Workshops zu verschiedenen Themen, wie Öffentlichkeitsarbeit, Frauenrechte oder Sexualerziehung statt. Eine Psychologin und eine Rechtsanwältin stehen den Frauen darüber hinaus für Beratungsgespräche zur Verfügung.

 

Filzkunst aus Nepal

Die Volkskunst des Filzens hat in Nepal eine lange Tradition und sichert vielen Einheimischen das Überleben. Besonders die Bergvölker nutzen diese alte Technik, um Schafswolle zu Filztextilien zu verarbeiten. Mit viel Fingerfertigkeit bearbeiten die Kunsthandwerker das weiche Material und kreieren daraus Broschen, Taschen, Hausschuhe oder andere farbenfrohe  Accessoires.

Unser abwechslungsreiches Sortiment nepalesischer Filzkunst verdanken wir den Kunsthandwerkern unserer Partner Sana Hastakala, ACP (Association for Craft Producers) und Purna Kalash Traders. Die Organisationen arbeiten mit Produzentengruppen in verschiedenen Regionen Nepals zusammen und unterstützen sie bei der Vermarktung ihrer Produkte. Gerade Frauen erhalten dadurch die Möglichkeit, ihr Einkommen selbstständig und unabhängig zu erwirtschaften. Die liebevoll gestalteten Filzprodukte entstehen teils in Heimarbeit, teils in gemeinsamen Werkstätten.

Bei der Fertigung ihrer Produkte greifen unsere nepalesischen Partner auf traditionelle Techniken zurück und verbinden sie mit neuen Designs. Zunächst wird die Wolle in der gewünschten Farbe gefärbt. Danach wird sie mit warmem Wasser und Seife gründlich gewalkt. Auf diese Weise stellt sich die feine Schuppenschicht der Haare auf und die einzelnen Fasern verbinden sich zu einem Filzgewebe. Nach dem Waschen kann der Stoff dann zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden.

Kunterbunte Filz-Aufbewahrung aus Nepal

Die Filztäschchen sind wahre Alleskönner. Sie eigenen sich zur Aufbewahrung von Kosmetikartikeln, Schmuck oder kleinen Schätzen, wie Muscheln aus dem letzten Urlaub. Bei ihren vielfältigen Designs findet jeder ein Lieblingsstück. Die handgefertigten Täschchen bestehen aus 100% Wolle und sind mit einem Baumwollstoff gefüttert.