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Kunsthandwerk / Geschenkartikel

Fingerpüppchen aus Peru von El Puente

Ecco Exe

In Peru ist das unkontrollierbare Wachstum der Städte ein großes Problem. Es gibt nicht genug Arbeitsplätze für die vielen Menschen, die die ländlichen Gegenden in der Hoffnung auf ein besseres Leben verlassen. Der Ausbau der nötigen Infrastruktur geht nur schleppend voran und die unsicheren Lebensbedingungen und mangelnden Perspektiven für die Jüngeren führen vielerorts zu Gewalt- und Kriminalitätsproblemen. Allein in den barriadas, den Vorstadtsiedlungen von Lima, leben mehr als zwei Millionen Menschen unter extremen Bedingungen.
Ecco Exe ist eine Organisation, die in den Vororten Limas die Aktivitäten von Nachbarschaftsorganisationen unterstützt. Diese Zusammenschlüsse entstanden aus der Bevölkerung heraus, um die Lebensbedingungen in den barriadas zu verändern. Gemeinsam mit den Nachbarschaftsorganisationen entwickelt Ecco Exe hier Konzepte zur Verbesserung der Sozialstruktur. 1987 begann Ecco Exe, interessierte Frauen im textilen Handwerk auszubilden und sie bei der Gründung kleiner Produktionsgruppen zu unterstützen. In San Juan de Miraflores, vor den Toren Limas, wurde eine erste, kleine Werkstatt zur Herstellung von Strickwaren eröffnet. Den Frauen gelang es damit, ein eigenes Einkommen zu erzielen, das sie und ihre Familien dringend benötigten. Heute werden in mehreren Werkstätten verschiedene Strickwaren hergestellt.
Zu einem besonders beliebten Artikel für den Verkauf im Fairen Handel haben sich dabei kleine, bunte Fingerpuppen entwickelt.
Neben der gemeinschaftlichen Arbeit sind die Werkstätten, mit denen Ecco Exe arbeitet, für die Frauen ein wichtiger Ort für Weiterbildung und Austausch. Abends finden hier Workshops zu verschiedenen Themen, wie Öffentlichkeitsarbeit, Frauenrechte oder Sexualerziehung statt. Eine Psychologin und eine Rechtsanwältin stehen den Frauen darüber hinaus für Beratungsgespräche zur Verfügung.

 

Filzkunst aus Nepal

Die Volkskunst des Filzens hat in Nepal eine lange Tradition und sichert vielen Einheimischen das Überleben. Besonders die Bergvölker nutzen diese alte Technik, um Schafswolle zu Filztextilien zu verarbeiten. Mit viel Fingerfertigkeit bearbeiten die Kunsthandwerker das weiche Material und kreieren daraus Broschen, Taschen, Hausschuhe oder andere farbenfrohe  Accessoires.

Unser abwechslungsreiches Sortiment nepalesischer Filzkunst verdanken wir den Kunsthandwerkern unserer Partner Sana Hastakala, ACP (Association for Craft Producers) und Purna Kalash Traders. Die Organisationen arbeiten mit Produzentengruppen in verschiedenen Regionen Nepals zusammen und unterstützen sie bei der Vermarktung ihrer Produkte. Gerade Frauen erhalten dadurch die Möglichkeit, ihr Einkommen selbstständig und unabhängig zu erwirtschaften. Die liebevoll gestalteten Filzprodukte entstehen teils in Heimarbeit, teils in gemeinsamen Werkstätten.

Bei der Fertigung ihrer Produkte greifen unsere nepalesischen Partner auf traditionelle Techniken zurück und verbinden sie mit neuen Designs. Zunächst wird die Wolle in der gewünschten Farbe gefärbt. Danach wird sie mit warmem Wasser und Seife gründlich gewalkt. Auf diese Weise stellt sich die feine Schuppenschicht der Haare auf und die einzelnen Fasern verbinden sich zu einem Filzgewebe. Nach dem Waschen kann der Stoff dann zu den verschiedensten Produkten verarbeitet werden.

Kunterbunte Filz-Aufbewahrung aus Nepal

Die Filztäschchen sind wahre Alleskönner. Sie eigenen sich zur Aufbewahrung von Kosmetikartikeln, Schmuck oder kleinen Schätzen, wie Muscheln aus dem letzten Urlaub. Bei ihren vielfältigen Designs findet jeder ein Lieblingsstück. Die handgefertigten Täschchen bestehen aus 100% Wolle und sind mit einem Baumwollstoff gefüttert.

 

Stoffpuppen aus Sri Lanka von El Puente

Selyn

Die Organisation Selyn wurde 1992 in Sri Lanka gegründet. Wichtigstes Ziel von Selyn ist es, der Bevölkerung im ländlichen Raum Sri Lankas eine langfristige Beschäftigung und ein sicheres Einkommen zu ermöglichen. Selyn hat sich auf die Fertigung von Produkten aus handgewebten Stoffen spezialisiert. Etwa 250 Angestellte stellen diese in mehreren Produktionszentren her. Daneben betreibt Selyn auch zwei Webereien und eine eigene Färberei. So gelingt es, dass die gesamte Produktionskette in der Hand der Organisation liegt und die Einhaltung der hohen Arbeitsstandards, wie regelmäßige Arbeitszeiten, ein überdurchschnittliches Gehalt und eine Krankenversicherung für die Angestellten, überall gewährleistet ist.
Selyn ermöglicht es vielen Mitarbeitern auch von zu Hause zu arbeiten. Vor allem für Frauen ist dies eine wichtige Möglichkeit, um eigenes Einkommen und Kinderbetreuung zu vereinbaren. Für Berufseinsteiger bietet Selyn Trainings an, in denen sie angelernt werden, um dann im Anschluss in der normalen Produktion arbeiten zu können.
Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Produkte fördert die Organisation auch Projekte vor Ort, zum Beispiel eine Schule. Zudem engagiert sich Selyn stark im sozialen Bereich und betreibt Recycling- Projekte. Bei Fortbildungen im Bereich Umweltund Ressourcenschutz werden gezielt auch lokale Produzenten mit einbezogen, die nicht für Selyn arbeiten. So wird wertvolles Wissen an die lokale Bevölkerung weitergegeben.

 

 

Spar-"Dosen" aus Indien von El Puente

MKS

1994 wurde die Organisation MKS (Madhya Kalikata Shilpangan) in Kolkata mit dem Ziel gegründet, das traditionelle Kunsthandwerk in Indien zu fördern und den Produzenten ein besseres Einkommen zu ermöglichen. Dazu gehört zum Beispiel, die Produzenten in die Kalkulation von Produktions- und Arbeitskosten mit einzubeziehen, um so für alle ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen: Einen Lohn, mit dem die Produzenten ihre Lebenshaltungskosten sicher decken können und gleichzeitig einen Verkaufspreis, der für die Käufer im Ausland akzeptabel ist. Damit verfolgt MKS eine ganz andere Herangehensweise an die Optimierung von Arbeitsprozessen als in der konventionellen Textilherstellung in Indien. Mitentscheidung wird so gefördert - Ausbeutung unterbunden. Durch Weiterbildungen und langfristige Beziehungen zu den Produzenten soll eine kontinuierliche Entwicklung ermöglicht werden und die Lebensperspektive des Einzelnen sich nachhaltig verbessern.
Mittlerweile arbeitet MKS mit über 20 Produzentengruppen in verschiedenen Regionen Indiens zusammen. Dabei wird nicht nur Wert darauf gelegt, dass in den Werkstätten, in denen Leder, Seide und andere Stoffe verarbeitet werden, gute Arbeitsbedingungen herrschen: Auch auf die Herkunft der Materialien wird geachtet. Für die Herstellung der Seidenschals arbeitet MKS zum Beispiel mit einigen Gruppen von Seidenwebern zusammen, die gemeinsam die Raupen für die Seidengewinnung züchten und die feinen Fäden zu hochwertigen Stoffen verarbeiten. Für die Seide zahlt MKS den Webern einen höheren Preis, als sie im normalen Handel erzielen würden.
MKS stellt verschiedene Textilen und viele Lederprodukte wie Taschen und Portemonnaies her. Die Techniken dafür beruhen auf traditionellem Wissen - die Designs aber sind modern und treffen den heutigen Geschmack der Kunden.
Etwa ein Drittel der Produzenten, die für die Organisation arbeiten, sind Frauen. MKS arbeitet nicht gewinnorientiert. Alle Überschüsse, die erwirtschaftet werden, gehen als Rücklagen in einen Fonds, auf den für nötige Investitionen oder in umsatzschwachen Zeiten zurückgegriffen werden kann.

 

Frida Feeling liefert Taschen, Brillenetuis, Laptoptaschen aus Moskitonetzresten von der Firma SMATERIA

SMATERIA ist ein soziales, privates Handwerksunternehmen in Phnom Penh / Kambodscha. Es wurde 2006 von zwei Italienerinnen gegründet und arbeitet mit lokalen HandwerkerInnen an der Entwicklung und Produktion von hochwertigen Recyclingartikeln. Kreativität und Handwerkskunst der SchneiderInnen stehen dabei im Mittelpunkt. Ökologische und Fairhandelsprinzipien tragen die Arbeit.
Wichtiges Element der Produktion ist die Bildung von eigenständigen familienbezogenen Arbeitseinheiten: SMATERIA bildet SchneiderInnen aus und zahlt ihnen eine Nähmaschine. Die SchneiderInnen qualifizieren nach und nach ihre Familienangehörigen im Nähen und beziehen diese in die Arbeit ein.
Die bereitgestellten Nähmaschinen gelten als Gehaltsvorauszahlung. Dies wird über einen Monatsbetrag von 5 USD zurückgezahlt (unverzinst). Wenn eine Nähmaschine komplett zurückbezahlt ist, wird mit diesem Betrag eine weitere Maschine vorfinanziert.
Dieses System ermöglicht den Handwerkerinnen eigenständiges Arbeiten und die Einbindung ihrer Angehörigen. Es trägt sich selbst und schafft kontinuierlich neue Einkommensquellen für immer mehr Menschen.