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Kunsthandwerk / Geschenkartikel

Frida Feeling liefert Taschen, Brillenetuis, Laptoptaschen aus Moskitonetzresten von der Firma SMATERIA

SMATERIA ist ein soziales, privates Handwerksunternehmen in Phnom Penh / Kambodscha. Es wurde 2006 von zwei Italienerinnen gegründet und arbeitet mit lokalen HandwerkerInnen an der Entwicklung und Produktion von hochwertigen Recyclingartikeln. Kreativität und Handwerkskunst der SchneiderInnen stehen dabei im Mittelpunkt. Ökologische und Fairhandelsprinzipien tragen die Arbeit.
Wichtiges Element der Produktion ist die Bildung von eigenständigen familienbezogenen Arbeitseinheiten: SMATERIA bildet SchneiderInnen aus und zahlt ihnen eine Nähmaschine. Die SchneiderInnen qualifizieren nach und nach ihre Familienangehörigen im Nähen und beziehen diese in die Arbeit ein.
Die bereitgestellten Nähmaschinen gelten als Gehaltsvorauszahlung. Dies wird über einen Monatsbetrag von 5 USD zurückgezahlt (unverzinst). Wenn eine Nähmaschine komplett zurückbezahlt ist, wird mit diesem Betrag eine weitere Maschine vorfinanziert.
Dieses System ermöglicht den Handwerkerinnen eigenständiges Arbeiten und die Einbindung ihrer Angehörigen. Es trägt sich selbst und schafft kontinuierlich neue Einkommensquellen für immer mehr Menschen.

Die Arbeitsbedingungen bei SMATERIA entsprechen den internationalen Arbeitsstandards:
• 40 Stunden Woche
• ein Monat bezahlter Urlaub
• bezahlter Mutterschaftsurlaub und Krankheitszeiten
• umfassender Versicherungsschutz
• 13. Monatsgehalt
Das Gehalt richtet sich nach den Fähigkeiten und Erfahrungen der NäherInnen und reicht von ca. 130 USD bis ca. 670 USD im Monat. Die Gehaltseinstufung richtet sich nach einer detaillierten Kompetenzskala und wird regelmäßig evaluiert. Dadurch sollen die HandwerkerInnen unterstützt werden, ihre persönlichen Qualifikationen (und Einkommen) zu verbessern.
Die meisten Handwerkerinnen sind junge alleinerziehende Mütter. Für die Kinder wird eine kostenlose ganztägige Kinderbetreuung in eigenen Räumen geboten.
Das Design Konzept von Smateria beruht auf der TRANSFORMATION von ungewöhnlichen Materialien zu neuen Verwendungszwecken. Dies sind zum einen Abfallmaterialien wie Lederreste aus der Sofaproduktion, Bezüge alter Mopedsitze und Plastiktüten, zum anderen Restposten von Netzstoffen.
Die Plastiktüten kommen von einem externen Projekt im Slum von Andong am Stadtrand von Phnom Penh, die die Plastiktüten sammeln, waschen und verhäkeln.
Die verarbeiteten Netzstoffe sind Reste vorwiegend aus der Moskitonetzfabrikation. Sie
werden auf Secondhandmärkten gekauft. Hergestellt wurden sie in Vietnam und Thailand.
Smateria arbeitet mittlerweile mit 100 festangestellten HandwerkerInnnen in zwei Werkstätten und 15 Familien in Heimarbeit.